Im Vergleich zu traditionell installierten Telekommunikationsanlagen (TK) ist der ungesicherte Einsatz von VoIP-Technologie mit zusätzlichen Risiken verbunden. Zu den Sicherheitsrisiken der TK-Welt kommen die der IP-Welt hinzu. Das betrifft in großem Maße die Systemverfügbarkeit. Während früher ein Ausfall der IP-Kommunikation oder der Telekommunikation entweder nur die Datenkommunikation oder nur die Telefonie beeinträchtigt hat, können mit der Zusammenlegung beider Technologien auch beide gestört werden oder ausfallen. Darüber hinaus ist es deutlich einfacher, Kommunikationsinhalte und -beziehungen abzuhören und mitzuschneiden.
Das BSI empfiehlt daher bei der Einrichtung eines VoIP-Systems neben organisatorischen und infrastrukturellen Schutzmaßnahmen speziell auf die Verfügbarkeit und die Integrität des Systems zu achten. Geeignete Sicherheitsmaßnahmen sind heute zwar technisch und organisatorisch realisierbar. Allerdings sind diese mit einem substanziellen technischen und finanziellen Aufwand verbunden, der die angestrebten Kosteneinsparungen möglicherweise vermindert. Daher müssen die Kosten für die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen bereits frühzeitig in die Planungen einbezogen werden.
Im Auftrage der Sirrix waren Mitarbeiter des Lehrstuhls für Netz- und Datensicherheit an der Uni Bochum, Mitarbeiter der Rechenzentren der Uni Saarbrücken und Hannover, sowie der HTW Saarbrücken beteiligt.
Die Studie "VoIPSEC" ist als PDF-Version auf den BSI-Internetseiten abrufbar: http://www.bsi.bund.de/literat/studien/VoIP/index.htm
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